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Museum für Sepulkralkultur

Uneingeschränkt behindertengerecht

Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel nimmt in der Museumslandschaft Deutschlands eine besondere Stellung ein. Seine zentralen Themen sind Sterben und Tod, Trauern und Gedenken. Der Begriff „Sepulkralkultur“, der sich vom lateinischen sepulcrum (=Grab) ableitet, erfährt hier eine thematische Erweiterung. Alle kulturellen Erscheinungen, die sich in Zusammenhang mit den „letzten Dingen“ entwickelt haben, werden berücksichtigt. Dazu zählen Bestattungs- und Trauerriten sowie besondere Bräuche, aber auch künstlerische Sichtweisen auf Leben und Tod.
Das Museum konzentriert sich mit seiner Sammlung geografisch auf den mitteleuropäischen Raum und zeitlich auf die Epochen vom ausgehenden Mittelalter und der beginnenden Neuzeit bis zur Gegenwart. In der Dauerausstellung wird historisches Totenbrauchtum mit gegenwärtigen Tendenzen in Beziehung gesetzt und die kulturgeschichtliche Entwicklung im Umgang mit Sterben, Bestatten, Trauern und Erinnern veranschaulicht. Dabei handelt es sich sowohl um Exponate der sogenannten Hochkultur als auch der Alltagskultur, welche bewusst nebeneinander präsentiert werden. Die historischen Objekte werden kontrastiert mit Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die auf vielfältige Weise den Umgang mit Sterben und Tod zum Ausdruck bringen.

Während die Dauerausstellung Bestattungs- und Trauerriten insgesamt thematisiert, widmen sich die zahlreichen Sonderausstellungen einzelnen Realien und Aspekten wie Vanitas-Stillleben, Haarbildern, Haarschmuck, Perlkränzen, Särgen, Trauerschmuck, Totenmasken und vielem mehr. Auch Produkte aus Kunsthandwerk, Kommunikation und Produktdesign, die sich dem „Abschiednehmen“ widmen, werden in Einzelausstellungen vorgestellt.

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